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15. September 2007, 18:17   #3
Ben-99
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... zum Glück ist das Thema inzwischen vom Tisch. Denn Tom Cruise und der renommierte Regisseur Bryan Singer ("Die üblichen Verdächtigen") haben, offenbar durch Intervention des Kanzleramtes, nun doch noch die Genehmigung erhalten, am Originalschauplatz im Bendlerblock, der Hinrichtungsstätte Stauffenbergs, zu drehen:

Zitat:
Die Entscheidung der zuständigen Ministerien, Bryan Singer und Tom Cruise nun doch im Bendlerblock drehen zu lassen, ist von großer Vernunft. Wäre der Ort, wo Stauffenberg erschossen wurde, immer schon für Filmaufnahmen gesperrt gewesen, hätte die Ablehnung nicht den Anschein der Diskriminierung haben können. So aber musste es wirken, als wolle man einen ausländischen Film, der vom Attentat auf Hitler erzählt, gleichsam von Amts wegen behindern.

(...)

Hunderte Millionen Menschen werden zum ersten Mal in ihrem Leben erfahren, dass es Widerstand gegen Hitler gab. Wie die Dinge stehen, werden sie es dank der Techniken Hollywoods auch nicht mehr vergessen – der Film wird nicht nur ein Film über Stauffenberg, er wird ein Film über den deutschen Widerstand, seine Gewissensnöte, seine Tragik und auch, in wenigen Sequenzen nur, ein Film über die Verlassenheit der Nina von Stauffenberg.

(...)

Gelingt der Film, wird der Bendlerblock in Berlin von einem Ort des staatlichen Gedenkens zu einem der meistbesuchten Mahnmale des Landes, zu einem Ort jedes Einzelnen werden können.

Stauffenberg-Film: Tom Cruise im Bendlerblock
Gruß Ben