Skats

Datenschutzerklärung Letzten 7 Tage (Beiträge) Stichworte Fussball Tippspiel Sakniff Impressum
Zurück   Skats > Interessant & Kontrovers > Das Leben
Registrieren Hilfe Benutzerliste Kalender Alle Foren als gelesen markieren


 
 
2. December 2006, 12:33   #51
Ben-99
Ungültige E-Mail Angabe
 
Registriert seit: June 2003
Beiträge: 5.899
... auch der "Stern" scheint von der anfänglichen Glorifizierung Nataschas immer mehr abzurücken und berichtet noch einmal ausführlich, wie Familie Kampusch und ihre windigen "Medienberater" zur Zeit mit allen Mitteln versuchen, die in dem Buch enthaltenen Behauptungen als absurd hinzustellen und mit juristischen Konsequenzen drohen. Dabei war es kein Geringerer als der frühere Kripo-Chefermittler, der nicht nur Anhaltspunkte für einen sexuellen Mißbrauch des Kindes vermutete, sondern auch den Vater als Alkoholiker und die Mutter als Frau mit häufig wechselnden Sexual-Partnern beschrieb.

Der Verdacht, daß sich Natascha bei ihrem angeblichen Entführer Priklopil vielleicht sogar wohlgefühlt haben könnte, ist daher gar nicht mal so abwegig. Und ich kann nur hoffen, daß die österreichische Kripo den Fall nicht wirklich wie gemeldet "abgeschlossen" hat, sondern daß man im Verborgenen weiter ermittelt. Für mich ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann man definitiv die Frage beantworten kann, ob es Verbindungen zwischen der Mutter und Priklopil gab.

Zitat:
So etwa stellen die beiden Autoren - die von sich behaupten, seit dem Verschwinden von Natascha im Jahre 1998 den Fall verfolgt zu haben - Verbindungen zwischen dem Entführer Wolfgang Priklopil und Nataschas Eltern her. Sie zitieren unter anderem die ehemalige Nachbarin Anneliese Glaser: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie (Nataschas Mutter, Anm. d. Red) Priklopil, den Entführer, kannte."

Zudem spekulieren die Autoren über die dunkle Vergangenheit in der Kampusch-Familie. So schreiben die Times-Journalisten Michael Leidig und Allan Hill, dass die Polizei kurz nach Natascha Verschwinden im Jahre 1998 vier Farbfotos des Mädchens aus früheren Kindertagen bekommen haben soll. Darauf sei Natascha fast nackt abgebildet und sehe sehr unglücklich aus. Die Ermittler hätten jedoch nichts Anrüchiges an diesen Fotos entdeckt. Um ihre These von einer unglücklichen Kindheit Nataschas zu unterstreichen, zitieren die Autoren auch Max Edelbacher, den damaligen Leiter der "Task Force Natascha". Laut Edelbacher wurde Natascha im Alter von zehn Jahren vom Liebhaber ihrer Mutter missbraucht. Nachbarin Glaser erinnert sich zudem daran, dass die weinende Natascha nach einem heftigen Streit mit ihrer Mutter mit einem Handabdruck auf der Wange in ihrem Geschäft erschienen ist

Die Autoren folgern aus diesen Angaben und Aussagen von oft nicht namentlich genannten Quellen, dass Nataschas Leben vor ihrem Verschwinden "nicht rosig war". Sie werfen deshalb die Fragen auf: War das Verlies, in dem Priklopil sie gefangen hielt, für Natascha ein "Ort zum Wohlfühlen", eine "Rückzugsmöglichkeit" aus einem zerrütteten Elternhaus? Ist Natascha womöglich freiwillig bei ihrem Entführer Wolfgang Priklopil geblieben?

Natascha in eigener Familie missbraucht?
Gruß Ben
 
19. December 2006, 08:40   #52
genial
Unbekannte Mail Adresse
 
Benutzerbild von genial
 
Registriert seit: June 2001
Beiträge: 1.462
heute morgen habe ich auf sat1 ausschnitte aus ihrem 2. interview gesehen und man sieht auch sofort was einem heutzutage die frei welt antut: die frau hat innerhalb der paar wochen bestimmt 20kg zugenommen.
 
19. December 2006, 17:04   #53
Irata
Junge mit Mundharmonika
 
Registriert seit: October 2002
Ort: Bonn
Beiträge: 1.366
sie hoats halt a bisserl zuglegt
 
19. December 2006, 18:04   #54
Sacki
Dummschwätzer
 
Benutzerbild von Sacki
 
Registriert seit: February 2005
Beiträge: 3.365
Die Kohle wird knapp, da müssen halt mal wieder ein paar Interviews gegeben werden.
Mann hat ja schließlich Unkosten...
 
19. December 2006, 21:30   #55
Marie
 
Benutzerbild von Marie
 
Registriert seit: April 2001
Ort: Na hier
Beiträge: 5.712
Die von RTL haben einem Heini für Körpersprache den Film gezeigt.
Im Klartext. Sie lügt nicht, verarbeitet alles sehr gut und die Pfunde die sie zugelegt hat, sind definitiv kein Kummerspeck.
Steht mit beiden Beinen im Leben, wenn auch noch mit einem Bein heute und hier und mit dem anderen noch in der Vergangenheit.

Der gute Mann soll noch mal in die Schule gehen. Sorry aber ich weiß was es heißt Kummer zu haben und wie sich das alles auswirken kann.
Außerdem hat sie bei einigen Sätzen gelogen, das haben ihre Augen deutlich gesprochen.

Und, die sieht echt nicht wie Natascha aus, sorry. Die haben da eine pummelige junge Frau hingesetzt, die ihr vielleicht ähnlich sieht, mehr aber auch nicht.

Niemand frisst sich freiwillig in so kurzer Zeit mindestens 15-20 Kg Speck an, wenn man nicht magersüchtig ist und es machen MUSS.

Entweder hat sie dermaßen das Leben nachgeholt, oder sie kommt mit der "Öffentlicharbeit" nicht klar.
 
4. January 2007, 17:32   #56
Ben-99
Ungültige E-Mail Angabe
 
Registriert seit: June 2003
Beiträge: 5.899
... wer wie ich gestern das neue total ehrliche Interview mit Superstar Natascha Kampusch auf RTL verpaßt haben sollte, bekommt heute abend um 22.05 Uhr noch einmal auf NTV Gelegenheit, das einzige bisher bekannte Kind zu erleben, das in einem unterirdischen Verlies ohne Arzt- und Schulbesuch zu einer gesunden erwachsenen Intellektuellen herangereift ist.

Klar, daß die Sendung über eine so wichtige Person der Zeitgeschichte von der weltweit angesehenen Top-Journalistin Birgit Schrowange moderiert wird. Und der Titel der Sendung heißt natürlich auch "Natascha Kampusch – Die ganze Wahrheit" *g*.

Gruß Ben
 
4. January 2007, 20:29   #57
Sacki
Dummschwätzer
 
Benutzerbild von Sacki
 
Registriert seit: February 2005
Beiträge: 3.365
Kurz bevor ihr Buch erscheint muß natürlich noch ein wenig Werbung gemacht werden, logisch.

Was ist als nächstes geplant ?

Besuch bei "Wetten das..", ein Gespräch bei Pastor Fliege und natürlich eine Sendung bei Kerner in seiner Kochshow.
Thema: Die leckersten Verlies-Gerichte.

Aber auch ein anderes "bedauernswertes Entführungsopfer" ist plötzlich aus der Versenkung aufgetaucht:

Susanne Osthoff

Zitat:
Susanne Osthoff, am 25. November 2005 im Irak entführt und nach 24 Tagen wieder frei gelassen, wohnt seit Juni wieder in Oberbayern. Bei Freunden. Sie hätte gern eine Wohnung, obwohl sie "ja kein eigenes Einkommen" habe, sagte sie dem "Stern". Ihrer Tochter Tarfa schenkte sie zu Weihnachten ein richtiges Bett, da Frau Osthoff sich "immer orientalisch" einrichtet, "mit Matten und Matratzen".

Mit der Tochter sei sie 2006 in Jordanien gewesen, wo "eine Rohfassung des Buches über meine Entführung entstand". Wenn das Buch fertig sei, wolle sie Reisen in den Nahen Osten organisieren.
Reisen in den Nahen Osten organisieren.
Tehma: Zurück an die Stätten meiner Entführung...
 
4. January 2007, 23:56   #58
Marie
 
Benutzerbild von Marie
 
Registriert seit: April 2001
Ort: Na hier
Beiträge: 5.712
Ganz ehrlich? Die Geschichte Kampusch ist ein fauler Zahn. Wird Zeit das der gezogen wird.
 
2. March 2007, 20:57   #59
Sacki
Dummschwätzer
 
Benutzerbild von Sacki
 
Registriert seit: February 2005
Beiträge: 3.365
Lange war von dem Mädchen nichts mehr zu hören und ich denke, es hat auch keinem etwas gefehlt.
Aber diese Nachricht läßt mich stutzen:
Zitat:
Für das Entführungsopfer Natascha Kampusch (19) hat die Ausbildung derzeit höchste Priorität. Sie habe deshalb Pläne für die Gründung einer Hilfsorganisation für andere Entführungsopfer zunächst zurückgestellt, erklärte sie in Wien. Außerdem wolle sie vorläufig keine weiteren Medieninterviews geben, kündigte die junge Österreicherin am 9. Jahrestag ihrer Entführung an.
Da fragt man sich, wo doch die ganzen "Spendengelder" geblieben sind..
Zitat:
Die in verschiedenen Spendenaufrufen nach ihrer Flucht gesammelten Gelder würden vorläufig auf einem dafür eingerichteten Spendenkonto einer österreichischen Bank verwahrt, teilte ihr Medienberater Stefan Bachleitner weiter mit.

Aus diesem Grund sehe Kampusch auf absehbare Zeit keine Veranlassung für weitere Interviews oder andere Medienaktivitäten, hieß es weiter.
Nennt man diese Taktik nicht "Gras über die Sache wachsen lassen" ?
 
2. March 2007, 21:47   #60
Marie
 
Benutzerbild von Marie
 
Registriert seit: April 2001
Ort: Na hier
Beiträge: 5.712
Wenn kein Hahn mehr nach ihrer Geschichte kräht, dann kann sie leben wie Gott in Frankreich.
 
2. March 2007, 23:00   #61
Ben-99
Ungültige E-Mail Angabe
 
Registriert seit: June 2003
Beiträge: 5.899
Zitat:
Nennt man diese Taktik nicht "Gras über die Sache wachsen lassen" ?
... für das Fräulein Kampusch und ihre windigen "Berater" und anderen Abzocker, die sich mit dem bizarren Märchen eine goldene Nase verdient haben, wird es bestimmt bald eng werden. Spätestens dann wird sie wieder mit einer Packung Tempo-Tücher vor die Kameras geschickt.

Ein Spielfilm über sie im Stil einer Medien-Satire sollte wirklich bald mal gedreht werden. Schließlich war "Schtonk" mit den gefälschten Hitler-Tagebüchern, auf die der "Stern" hereinfiel, vor vielen Jahren der letzte Film, in dem gezeigt wurde, wie leicht man das Volk, aber eben auch das Presse-Volk, verarschen kann ;-)

Gruß Ben
 
3. March 2007, 02:09   #62
Akareyon
 
Registriert seit: November 2001
Beiträge: 2.823
Sacki, Du hast die Quellenangabe für die Meldung vergessen :-)
 
3. March 2007, 06:40   #63
Sacki
Dummschwätzer
 
Benutzerbild von Sacki
 
Registriert seit: February 2005
Beiträge: 3.365
Zitat:
Zitat von Akareyon Beitrag anzeigen
Sacki, Du hast die Quellenangabe für die Meldung vergessen :-)
Richtig erkannt Aka, 10 Punkte

Hier die nachgereichte Quellenangabe:
Letzte Worte an die Medien - Kampusch will fortan schweigen - Vermischtes - n-tv.de
 
22. March 2007, 20:56   #64
Jakobus
 
Registriert seit: March 2007
Beiträge: 1
Zitat:
Da fragt man sich, wo doch die ganzen "Spendengelder" geblieben sind..
Juckt mich nicht, ich habe nichts gespendet. Aber ich freue mich für die ganzen Gutmenschen, die die Zweifler mundtot machen wollten und jetzt ihr Geld los sind.
 
18. May 2007, 18:09   #65
Irata
Junge mit Mundharmonika
 
Registriert seit: October 2002
Ort: Bonn
Beiträge: 1.366
Ein 18-jähriger Junge wurde im südafrikanischen Durban nach 13 Jahren Gefangenschaft befreit. Der Junge war etwa im Alter von fünf Jahren entführt und seither in einem stockdunklen Raum gefangen gehalten worden. Der Täter wurde festgenommen; ihm wird sexueller Kindesmissbrauch vorgeworfen.

Niemand wird mehr als ein paar Zeilen über diesen Fall verlieren, kein Manager wird den höchsten Preis für die Vermarktung des Entführungopfers aushandeln und der Junge wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch keine Stiftung für Entführungsopfer gründen.

Tja, ebensowenig wie anderen paar hundert Kinder, die jedes Jahr in Südafrika entführt werden und nur selten wieder auftauchen. Für die wird auch kein Kopfgeld von mehreren Millionen ausgelobt, wie es wohl aktuell gerade der Fall ist.
 
18. May 2007, 18:55   #66
Ben-99
Ungültige E-Mail Angabe
 
Registriert seit: June 2003
Beiträge: 5.899
... Näheres zu dem Fall kann man zum Beispiel hier lesen:

Südafrika: Junge nach 13 Jahren Gefangenschaft befreit

Es ist leider eine traurige Wahrheit, daß in Ländern wie Südafrika oder Brasilien jährlich Tausende Kinder entführt und oft auch ermordet werden. Die vergleichsweise wenigen Fälle in Deutschland oder auch Österreich werden von der Presse derart reißerisch hochgespielt, daß man meinen könnte, daß gerade mal rund ein Dutzend Kinder, die hierzulande in einem 82-Millionen-Staat jährlich durch Sexualstraftaten ums Leben kommen, ein "Skandal" sei.

Gruß Ben
 
21. May 2007, 21:32   #67
forget kampusch
 
Beiträge: n/a
hallöle (...)

Guten Tag allerseits, ich bin neu hier. Der Titel, den ich über meinen Beitrag setze, ist wörtlich und wie folgt zu verstehen: Hallo Oesterreich, Hallo Polizei, und vor allem, Hallo Natascha...

Es ist so ruhig geworden um die ganze Geschichte, die ich eben auch nicht glaube. Ich erlaube mir, in diesem Forum meinen Beitrag nochmals zu veröffentlichen, den ich andernorts auch schon geschrieben habe:

"... so langsam wird diese Kampusch für mich ein Rätsel (um nicht zu sagen, eine raffinierte Lügnerin!)

Die ganze Geschichte kommt mir auch umso verdächtiger vor, als dass die Kampusch nach "achtjähriger Isolationshaft" (wenn auch mit stundenweisen Aufenthalten "über Tag" in der Wohnung von P.)

- in der körperlichen Entwicklung überhaupt nicht zurückzustehen scheint. Sie hat normal dicke Beine, es ist auch nichts gesagt worden, sie hätte bei oder nach der "Befreiung" gestützt werden müssen. Wer nur auf ein paar Quadratmetern lebt, hat nicht die Muskeln, um skifahren zu können!
- ihre psychische Dominanz ist für mich zu überwältigend, als dass dies allein ihren Qualitäten zugeschrieben werden kann. Für einen Isolationshäftling hat sie die die Sache zu stark in der Hand. Das heisst, sie war nicht isoliert, sondern hatte ganz regen Austausch, zumindest mit P.
- ihre Sprache ist somit zu sehr entwickelt (um als Isolationshäftling durchzugehen)
- ihre ABSOLUTE Geheimniskrämerei bezüglich sexueller Aktivität ist mir zu strikt. Die meisten Vergewaltigten geben zumindest an, dass da etwas war, wenn auch nicht mit weiteren Beschreibungen, aber immerhin. Ich weiss, das ist mein schwächstes Argument, aber ich habe trotzdem auch auf diesem Sektor meine Zweifel.
- ihre Eltern sind geschieden, es ist hier soziales Vakuum vorhanden, das vielleicht schon die ganze Zeit (kriminell) aufgefüllt worden ist

Ferner sagte sie in ihrem grossen Fernsehinterview zum Moment der Entführung so sinngemäss, "dass er sie ja ohnehin nächstens umlegen wird, und sie deshalb das Beste aus den nächsten Stunden machen soll". DAS ÜBERLEGT KEINE 10-JÄHRIGE, DIE GEGEN IHREN WILLEN (und somit echt) ENTFÜHRT WIRD! Der Wahrheitsgehalt aus dieser Aussage könnte der sein:

Sie hat ein Verhältnis zu P. Er holt sie jetzt in sein Reich. Darum der Aspekt des Schönen, das nun folgen wird und beachtet werden soll.

Ich spinne die Sache wie folgt weiter:
- Sie WILL zu P. und lässt sich absichtlich "entführen".
- Das Verlies unter der Garage besteht zum Zweck der (gemeinsamen!!) Verbergung des Zustandes (wenn jemand auftaucht, vielleicht sogar die Polizei), nicht der "Gefangennahme"!
- Es war Kampusch, die P. in der Gewalt hatte (später), nicht umgekehrt. Für P. war die ganze Tat eine kindliche Tat (Persönlichkeitsmanki). Er konnte später nicht mehr zurück. Kampusch hatte stets ihn erpresst, nicht umgekehrt, als sie in reiferem Bewusstsein erfasste, was sie beide gemacht haben (und noch machen).
- Das erklärt auch den Selbstmord, den P. nach der Aufdeckung begehen MUSSTE. Den Selbstmord, für den sich Kampusch am Interview selbst als verantwortlich bezeichnete!
- Den Selbstmord, den P. mit dem so "ohnmächtigen" Mittel des Überfahrens durch eine Lokomotive bewerkstelligen musste - er , der doch über so raffinierte Methoden zum Umbringen von Menschen verfügte ... (ich will damit sagen: die Kampusch hätte ja schon einmal eine Pistole in der Hand von P. sehen sollen, wenn sie sich so bedroht geben will - hatte er ja aber auch nie).

Ja, jetzt fallt nur alle auch über mich her. Ich weiss, was ich mit all dem sage. Ich habe auch eine schlechte Kindheit gehabt (wenn auch zum Glück nicht so schlecht wie in der Kampusch-Geschichte). Ich habe selber auch Kinder, zum Glück liebe, gescheite Kinder. Sollte es falsch sein,was ich da sehe, wäre ich der erste, der sich bei Kampusch dafür entschuldigen würde. Ddoch für den Moment muss ich leider dabei bleiben"

Auf Einwände, deren Inhalt euch hier auch bestens bekannt sein dürfte, hatte ich mich nochmals zu Wort gemeldet mit folgendem Abschnitt:

Bitte, der Natascha wird Ambivalenz zugestanden (dort vielleicht eher im Wortsinn "Hassliebe", der Oeffentlichkeit darf mit gleichem Recht auch Ambivalenz zugestanden werden (wenn hier vielleicht auch eher im Wortsinn "Doppelwertigkeit"): Ich verstehe alle, die die Kampusch so akzeptieren, wie sie sich gibt, JA, JA, JA! Ich würdige durchaus diesen Standpunkt - vielleicht ist er auch der einzig Richtige. ABER: Ich habe leider leider zu viele Zweifel, um diesen altruistischen "Schnellschluss" einfach so stehen lassen zu können.

Und nun warten wir. Immer noch. Wir würden gerne wissen, ob es dem "Opfer" nun gut gehe. Oder wir würden eben gerne von der Justiz endlich die Offenbarung erhalten, dass alles eben doch nicht so war, wie es erst der Öffentlichkeit weiszumachen versucht worden war...
 
21. May 2007, 23:00   #68
Ben-99
Ungültige E-Mail Angabe
 
Registriert seit: June 2003
Beiträge: 5.899
Zitat:
Ja, jetzt fallt nur alle auch über mich her.
... dazu sehe ich keine Veranlassung. Du hast noch mal auf Indizien hingewiesen, von denen einige auch bei uns schon angesprochen wurden, wenn auch nicht in so detaillierter Form. Die meisten Deiner Vermutungen halte ich für schlüssig. Auf jeden Fall wirken sie logischer als das, was viele Menschen nur allzu leicht glauben wollen, weil es doch "im Fernsehen" gesendet wurde und "in der Zeitung" stand.

Die Bibel war gestern. Heute wird für diese Gläubigen das neue Evangelium in "Bild", bei "RTL" oder in anderen oberflächlichen Medien verkündet. Und der Herdentrieb auch in uns Menschen sorgt nun mal dafür, daß sich die meisten dabei wohlfühlen, wenn sie mit der Masse der Schafe mitblöken können. Das ist seit mindestens 2.000 Jahren so. Und seitdem ist eben nicht nur die Bibel so erfolgreich, sondern eben auch die Strategie der erwähnten Massen-Verdummungsmedien in der heutigen Zeit.

Gruß Ben

PS: Da von Dir angedeutet wurde, daß Du auch selbst eine nicht leichte Kindheit gehabt hast, wäre es hilfreich zu erfahren, ob der Beitrag von einem Mann oder einer Frau verfaßt worden ist.
 
22. May 2007, 06:20   #69
Sacki
Dummschwätzer
 
Benutzerbild von Sacki
 
Registriert seit: February 2005
Beiträge: 3.365
So deutlich und konkret hat eigentlich noch keiner das Kind beim Namen genannt, alle Achtung.

Ich persönlich denke über diese mysteriöse Story auch nicht anders, nachdem ich das Interview gesehen habe.
Leider wird der ganze Fall keine großen Wellen mehr schlagen, denn die Kampusch hat wohl inzwischen genug Geld mit ihrer Geschichte gemacht und sich mit Hilfe ihrer cleveren Berater geschickt zurückgezogen.
Wenn das Geld knapp wird, kann man ja nach einigen Jahren nochmal nachlegen. Zeit genug, um ein paar Details "nachzuschieben" die sehr medienwirksam sein dürften.

PS: dem PS von Ben-99 schließe ich mich an.
 
22. May 2007, 07:42   #70
tommygoler
 
Registriert seit: December 2003
Beiträge: 489
forget kampusch, und dafür hast du dich extra registriert? Nur um per copy&paste exakt den gleichen Sermon hier auszuschütten, den du schon - worauf du immerhin selbst hinweist - vor acht (!) Monaten hier bereits ohne weitere Kommentare abgelassen hast?

Man kann dein Geschreibsel ja auch etwas kürzer zusammenfassen: Eine 10-jährige hat sich mit einem Typen zusammengetan, täuscht ihre Entführung vor und wartet dann bis sie 18 ist, um groß abzusahnen. Hmm, die These hatten wir hier auch schon mehr oder weniger auf Seite 1 des Threads. Eine Komponente allerdings ist in ihrer "Deutlichkeit" (stimmt, sacki) in der Tat neu:
Zitat:
Zitat von forget kampusch Beitrag anzeigen
- ihre ABSOLUTE Geheimniskrämerei bezüglich sexueller Aktivität ist mir zu strikt. Die meisten Vergewaltigten geben zumindest an, dass da etwas war, wenn auch nicht mit weiteren Beschreibungen, aber immerhin.
DAS glaub ich dir allerdings sofort, dass dir das fehlt.

Und den anderen "Skeptikern" sei gesagt: Ihr müsst euch langsam schon mal einigen was denn nun eigentlich Sache ist. Erst heißt es sie will den großen Hype plus Reibach starten. Dann aber, als klar wird das die Theorie bullshit ist (weil schließlich nach wenigen Wochen Ruhe war) heißt es, sie will Gras über die Sache wachsen lassen. Immer schön wie man's braucht, das klassische Merkmal aller Verschwörungstheoretiker ;-)
 
22. May 2007, 10:32   #71
Ben-99
Ungültige E-Mail Angabe
 
Registriert seit: June 2003
Beiträge: 5.899
Zitat:
Ich erlaube mir, in diesem Forum meinen Beitrag nochmals zu veröffentlichen, den ich andernorts auch schon geschrieben habe:
... ohne diesen Zusatz hätte ich wohl auch sauer reagiert. Aber wo ist das Problem, wenn jemand gleich am Anfang deutlich darauf hinweist, daß der folgende Text schon einmal veröffentlicht wurde? Ich kenne zum Beispiel eine angeblich "unabhängige" Foren-"Zeitung", in der eine "Redakteurin" schon oft unter ihrem eigenen Nick Texte veröffentlicht hat, bei denen man erst nach dem Lesen der jeweiligen Beiträge ganz am Ende erfuhr, daß sie nicht auf ihrem eigenen Mist gewachsen sind. "Forget Kampusch" aka "Seeker" (im Focus-Forum) schmückt sich dagegen nicht mit fremden Federn.

Daß Du die Kritik an den Märchen-Erzählungen einer physisch kerngesunden Frau, die angeblich jahrelang in einem Keller-Verlies vegetieren mußte, nie einen Arzt benötigte und ihre überdurchschnittliche Bildung einem bestimmten Radio-Sender verdankt, als "Verschwörungstheorie" abtust, ist Dein gutes Recht. Nur wäre es schön, ein wenig mehr von Dir zu erfahren, warum Du die Darstellungen von Frau Kampusch offensichtlich als glaubhaft wertest.

Der Begriff "Verschwörungstheorie" wird heute oft leichtsinnig als Keule gegen alle Skeptiker eingesetzt, die den "amtlichen" Darstellungen nicht glauben wollen und wenn sie auch noch so abstrus sind wie zum Beispiel die offizielle Behauptung, daß das Kennedy-Attentat von einem Einzeltäter ausgeführt wurde. Auch dieses Märchen, das von vielen immerhin jahrzehntelang brav geglaubt wurde, wird sich möglicherweise schon in wenigen Wochen als Blödsinn herausstellen, da man durch heutige Methoden anscheinend nachweisen kann, daß die Kugeln aus unterschiedlichen Gewehren stammen.

Daß sich Frau Kampusch, übrigens die einzige Geisel von der bekannt ist, daß sie bereits in den ersten Minuten in Freiheit an eine Vermarktung ihrer Story dachte, jetzt plötzlich aus der Öffentlichkeit zurückzieht, muß kein Widerspruch sein. Denn kommerziell hat sie erreicht, was sie wollte, und ihre "Berater" haben offenbar bemerkt, daß sich immer mehr Menschen Gedanken über die Ungereimtheiten machen, zumal sie zumindest in einem Fall ("Ski-Ausflug") bereits als dreiste Lügnerin überführt werden konnte. Deshalb glaube ich, daß man die phantasiebegabte junge Frau rechtzeitig gestoppt hat, damit der Schwindel nicht zu früh auffliegt. Schließlich ist sie ja nicht die einzige, die noch möglichst viel Kohle mit der Leichtgläubigkeit vieler Leser und Fernsehzuschauer scheffeln will.

Ich befürchte, daß man ihr wohl auch dann glauben würde, wenn sie erzählt hätte, daß sie im Kindesalter von Alien auf einen anderen Stern entführt und erst jetzt, nachdem sie volljährig und geschäftsfähig ist, wieder auf die Erde zurückgebeamt wurde. Nur gut, daß die Zehnjährige damals "zufällig" ihren Reisepaß dabei hatte, sonst hätte es bei den intergalaktischen Grenzkontrollen womöglich noch Probleme mit den himmlischen Einwanderungsbehörden gegeben ;-)

Gruß Ben
 
22. May 2007, 14:19   #72
tommygoler
 
Registriert seit: December 2003
Beiträge: 489
Das Problem was ich mit dem Schreiber habe ist, dass da offensichtlich jemand im 8-Monats-Rhythmus die immer gleiche Story als Einmal-Post durch die Welt pupst, welche noch dazu nur aus dem Aufwerfen irgendwelcher Fragezeichen besteht. Aber ist in der Tat nicht ganz so wichtig ...

Ben, ich frage dich mal ganz schlicht: Du glaubst also tatsächlich, dass eine 10-jährige 1998 ihre eigene Entführung vortäuscht, spurlos verschwindet und dann wartet, bis sie die Story im Jahre 2006 anständig vermarkten kann? Siehste, ich glaube das nämlich auch nicht. Und nun kannst du natürlich einschränken und sagen, "Okay, vielleicht nicht selbst ausgedacht aber irgendwas stimmt da nicht, vielleicht hat sie ja ..." und dann kommt die nächste Theorie.

Und das nennt man eben Verschwörungstheorie. Nichts nachweisen aber alles was dargestellt wird in Frage stellen und mit irgendeiner Vermutung garnieren, die dann der "Normalo" erstmal widerlegen soll. Um bei deiner Schlußanmerkung zu bleiben: Eben, beweise mir mal, dass nicht z.B. die erwähnten Aliens beide entführt haben und jahrelang mit ihnen eine Space-Peep-Show dort unten im Keller abgezogen haben ;-)

Und schließlich: Ein klassisches Merkmal von Verschwörungstheorien ist halt nun mal, dass die Vertreter derselben immer schlauer sind als alle anderen. Die von dir in anderen Zusammenhängen doch zum Beispiel stets als Beleg herangezogenen "seriösen, weltweit anerkannten Nachrichtenmedien" wie Spiegel, Süddeutsche, FAZ oder auch internationale Titel wie Newsweek oder die New York Times ... alle haben die sogenannte "Story" geglaubt, alle haben über ein paar Wochen darüber geschrieben und dann war's halt auch gut.

Aber halt, nein: Niemand von all denen hat also die wahren Zusammenhänge erkannt, dass nämlich ein kleines Mädchen einen Erwachsenen erst bezirzt, dann die eigene Entführung vortäuscht, über acht Jahre hinweg mit ihm eine sexuelle Beziehung unterhält um ihn dann, als sie vollljährig ist, in den Selbstmord zu treiben damit sie endlich die fette Kohle mit der ganzen Story abzocken kann. Nein, alle waren und sind zu doof dafür und glauben das, was ein einfaches, österreichisches Mädel ohne Schulabschluß (das wenigstens scheint ja - wenigstens bisher *g* - unstreitig) der Welt so erzählt ...

Genau solche "geheimen Masterpläne" sind es doch, die Verschwörungstheorien nun mal eben kennzeichnen. Dabei ist die "Wahrheit" vermutlich sehr schlicht. Das Mädchen wurde entführt, acht Jahre lang von dem Typen festgehalten und dann war's halt zu Ende und sie kam frei. Was in der Zeit alles geschah geht wohl hauptsächlich Fr. Kampusch an, und wem sie was davon erzählen will, das sei wohl doch auch bitte ihr überlassen. Ob letztlich nur ihrem Psychologen oder dann auch ihrem Lektor, warum auch immer, sei's drum.
 
23. May 2007, 18:57   #73
Ben-99
Ungültige E-Mail Angabe
 
Registriert seit: June 2003
Beiträge: 5.899
... Du mußt mich und alle anderen, die Nataschas abenteuerlichen Erzählungen auch nicht glauben, offenbar für sehr schlechte Menschen halten, die nicht das geringste Mitleid mit einem entführten, gepeinigten Kind empfinden. Na gut, was meine Person angeht, habe ich in den vergangenen Jahren schon viel Schlimmes über mich lesen müssen und glaube inzwischen schon selbst, daß wohl sogar Hitler und Pol Pot in Vergleich zu mir noch mehr Herz und Einfühlungsvermögen hatten. Aber daß auch zum Beispiel Sacki so ein seelenloses Ungeheuer sein soll, kann ich mir eigentlich nur schwer vorstellen ;-)

Richtig ist natürlich, daß ich wie alle Menschen großen Anteil am Schicksal mißhandelter Kinder nehme. So hat mich vor allem der gräßliche Fall "Stephanie" sehr betroffen gemacht, der fast zeitgleich in den Medien ein großes Echo fand. Das war das Mädchen, das von einem Sadisten gekidnappt und in den 5 Wochen, die sie in der Gewalt von Mario M. war, zwischen den rund 100 Vergewaltigungen oft in einer engen Holzkiste eingepfercht war. Im Gegensatz zu den bizarren Kampusch-Erzählungen wirkten ihre Schilderungen plausibel, und es gibt wohl niemanden, der an ihren Aussagen zweifeln würde.

Zwar hat man Stephanies Vater Vorwürfe gemacht, daß er das Thema zu breit in den Medien auswalzt, ich kann aber ihn und seinen Anwalt gut verstehen, da es nach dem erbärmlichen Versagen der Kriminalpolizei bei der Suche nach dem Verschwinden des Kindes am Anfang durchaus so schien, als würde auch die Staatsanwaltschaft Interesse haben, den für die Ermittlungsbehörden peinlichen Prozeß möglichst schnell und ohne großes Aufsehen über die Runden zu bringen. Und natürlich hatten Stephanie und ihre Eltern Angst davor, daß der ebenso kranke wie gefährliche, aber eben auch sehr intelligente Sexualstraftäter nach einem milden Urteil schon in ein paar Jahren wieder frei kommen könnte.

Hier half der Druck der Medien. Und auch von den Spendengeldern, die hauptsächlich für Therapiemaßnahmen verwendet werden, gönne ich ihr jeden Cent. Auch weil die Summen im Vergleich zu den Millionen, die die Kampusch-Clique abkassiert, eher bescheiden wirken. Außerdem kann doch weder ich noch ein anderer etwas dafür, daß sich das angebliche Opfer Natascha Kampusch von Anfang an derart mediengeil präsentierte, daß sie ihren Aufritt im Fernsehen gar nicht erwarten konnte und schon nach 14 Tagen ebenso theatralisch wie gönnerhaft die vorher abgesprochenen Fragen des TV-Moderators beantwortete. Das Ganze wirkte einstudiert, wobei für Drehbuch und Regie ganz eindeutig Frau Kampusch verantwortlich zeichnete, was es vorher weltweit noch nie gab, so daß man jetzt entweder die gesamte einschlägige Literatur der Psychologen über traumatisierte Entführungsopfer getrost in die Tonne kippen kann oder aber, was für mich wahrscheinlicher ist: Frau Kampusch hat sich das meiste nur ausgedacht.

Klar kann man das alles, so wie Du, Tommy, einfach glauben und kritiklos abhaken. Aber Du solltest auch Verständnis für die Zweifler zeigen, denen diese offensichtlich zwar sehr intelligente, aber eben auch genauso extrem egozentrisch veranlagte junge Frau nicht ganz geheuer erscheint oder sogar regelrecht unsympathisch ist.

Es ist doch so: Entweder jemand will nach 8jährigem Martyrium unbedingt schon nach wenigen Tagen vor einem Millionenpublikum auftreten, dann tut man das, um alle offenstehenden Fragen zu klären. Oder man macht es wie Frau Kampusch, indem man sich zwar sichtlich im Licht der Scheinwerfer sonnt, aber ausgerechnet zu den wichtigsten Fragen beharrlich schweigt. Dann hätte sie auch gleich auf das ganze Tamtam in der Öffentlichkeit verzichten können, wofür jeder von uns Verständnis gehabt hätte und was wohl auch erfahrene Kriminologen und psychiatrisch geschulte Ärzte von einem "echten" Opfer, das jahrelang die von ihr behaupteten Qualen erlitt, erwartet hätten.

Ich stehe auch nach so langer Zeit noch immer zu der von mir gewählten Überschrift des Threads und behaupte auch weiterhin nicht mehr und nicht weniger als daß irgendwas bei ihr bzw. ihren Erzählungen nicht stimmen kann. Wie sich die Dinge in Wirklichkeit abgespielt haben, weiß ich genausowenig wie jeder andere, der nicht zum "Inner Circle" des Kampusch-Clans gehört und somit auch keinen Profit bei dem für mich höchst anrüchigen, sorgsam eingefädelten Medien-Spektakel einsacken kann. Aber ein paar kritische Gedanken sollten ja wohl noch gestattet sein.

Beim derzeitigen Informationsstand tendiere ich persönlich zu einem Tathergang, der sich ganz anders abgespielt hat, als es uns Natascha und ihre plötzlich wieder Harmonie und Liebe vorgaukelnden Eltern weismachen wollen, nachdem man merkwürdigerweise ausgerechnet die Einschätzung eines wirklichen Experten ignoriert. Der heißt Max Edelbacher und hat als damaliger Leiter der "Task Force Natascha" nach ihrem Verschwinden das familiäre Umfeld ausgelotet und stieß dabei auf Alkoholsucht, ständig wechselnde Bett-Partner und wertete obszöne Fotos, die Natascha als Kind mit entblößter Scham in Stiefeln und mit Reitpeitsche zeigen, als Belege, die geeignet sind, den Verdacht auf sexuellen Kindesmißbrauch aufkommen zu lassen.

Kein Wunder, daß man spekulieren könnte, daß die vorher verfeindeten Familienmitglieder durch die Aussicht auf einen warmen Geldregen wieder eng zusammengerückt sind und nun auf heile Welt machen. Daß aber auch Herr Priklopil schon damals zur "Familie" gehört haben könnte, schließe ich nicht aus. Und so war es vielleicht gar keine "Entführung", sondern eine Art inoffizielle "Adoption" mit Wissen der Mutter, die vielleicht meinte, daß es Natascha im schmucken Eigenheim des gutsituierten Herrn möglicherweise besser haben könnte als in einer heruntergekommenen kaputten Familie, die vom Suff des Vaters und der Promiskuität der Mutter gezeichnet ist. Und weil Natascha den Herrn Priklopil möglicherweise schon als "guten Onkel" kannte, gab es für sie auch keinen Anlaß, beim Zugriff von ihm Gegenwehr zu leisten.

Aber, liebe Natascha-Gläubigen, nun regt Euch nicht gleich wieder auf. Denn ich weiß doch selbst, daß solche Mutmaßungen von mir nur reine Spekulationen sein können, solange Frau Kampusch zu den wichtigen Fragen schweigt, was man ihr bei den Millionen, die schon jetzt alle Beteiligten einsacken konnten, nicht mal verübeln kann. Wenn sie wirklich Ruhe will, braucht sie einfach nur die Wahrheit zu sagen. Was natürlich auch die Fragen in bezug auf ihre verwahrlosten Eltern betrifft, von denen sie als Kind vielleicht nie Liebe empfing und vor allem auch die Frage, ob sie die körperlichen Annährungen von "Onkel Priklopil", die heute wohl niemand bezweifeln will und mit dem sie in den späteren Jahren offensichtlich in einer eheähnlichen Beziehung lebte, damals als Kind überhaupt als sexuellen Mißbrauch empfunden hat.

Gruß Ben
 
24. May 2007, 07:29   #74
tommygoler
 
Registriert seit: December 2003
Beiträge: 489
Also erstmal weiß ich ja nicht woher du die Vermutung nimmst, dass ich dich oder andere in dem Themenzusammenhang für "schlechte Menschen" halte ... sieht mir eher nach einer Nebelkerze aus um thematisch ein wenig auszuholen, damit du - wie zu sehen - um den bisher propagierten verschwörerischen Masterplan einer 10-jahrigen, die jetzt die versammelten Weltmedien verarscht, einen großen Bogen machen kannst ;-)

Andererseits habe ich auch nirgendwo geschrieben, dass ich das alles vorbehaltslos glaube was so gesagt und geschrieben wurde. Nur meine Schlußfolgerungen aus all dem sind eben andere. Ich unterstelle eben nicht, dass ein zehnjähriges Mädchen Ende der 90er Jahre den Entschluß fasst, sich mittels einer langangelegten Entführungsstory ein knappes Jahrzehnt später zu bereichern sondern - ich wiederhole mich - sehe es eben so, dass sie entführt wurde, von dem Typen acht Jahre festgehalten wurde und dann frei kam.

Aber die "Kritiker" hier stellen eben schon diese Basics in Frage und vermuten allein schon aufgrund der Tatsache, dass Frau Kampusch ein paar durchaus ungewöhnliche Interviews gegeben hat, dass sicher alles gaaanz anders war. Stimmt, da wurde aus dem Kellerverließ tatsächlich kein bleiches, auf dem Boden kriechendes und vor sich hin stammelndes menschenähnliches Etwas hervorgeholt, sondern es trat eine aufrecht gehende, scheinbar erstmal völlig "normal" wirkende junge Frau auf. Und? Ungewöhnliche Umstände haben zu allen Zeiten ungewöhnliche Menschen bzw. Taten hervorgebracht.

Es gibt viele Gründe, warum "man" (Frau Kampusch, Eltern, wer auch immer) an der einen oder anderen Stelle scheinbar Ungereimtes äußert oder auch erstmal die Unwahrheit sagt. Angst, Verwirrung zum Beispiel, oft nimmt man auch selbst etwas in späteren Zeiten einfach falsch wahr, oder man will sich vor Angriffen schützen oder glaubt, jemand anderen schützen zu müssen etc. etc. Alles das ist aus meiner Sicht sehr viel naheliegender als die Story von der geldgeilen Grundschülerin.

Das hier ein kleines Mädchen über viele Jahre hinweg festgehalten und weggesperrt wurde ist für mich völlig unzweifelhaft. Wie die Umstände im Einzelnen liegen, welche Rolle die Eltern spielten, was alles dort im Keller oder wo auch immer all die Jahre lang geschah, da mag es in der Tat noch so manche unterschiedliche "Wahrheiten" geben. Nur: daran nun ausgerechnet Frau Kampusch die "Schuld" zu geben ist doch reichlich absurd und eine Umkehrung der tatsächlichen Gegebenheiten. Für mich ist sie in jedem Fall Opfer - und eben gerade nicht Täter.
 
18. July 2007, 10:59   #75
Ben-99
Ungültige E-Mail Angabe
 
Registriert seit: June 2003
Beiträge: 5.899
... der Jahrestag ihrer mysteriösen Selbstbefreiung rückt näher und Natascha Kampusch ist schon fast vergessen. Das darf nicht sein. Also hat die österreichische Zeitung "heute", die gratis unter den U-Bahn-Nutzern verteilt wird, Fotos abgedruckt, die Frau Kampusch turtelnd mit einem jungen Mann in einer Wiener In-Disco zeigen. Und die "Bild"-Zeitung hat sie heute nachgedruckt. Was für ein Skandal!

Oder etwa doch nicht? Richard Schmitt, Chefredakteur der U-Bahn-Zeitung, sieht das nämlich laut "Standard" ganz anders:

Zitat:
In Promidiscos und (ergo) Paparazzojagdrevieren nicht überraschend, meint Schmitt: "Jemand, der so viele TV-Interviews gibt, muss dort damit rechnen, gesehen, erkannt und fotografiert zu werden." Darum dürfe sich Frau Kampusch auch nicht an der Veröffentlichung stoßen: "Sie verhandelt gerade mit Zeitungen über lukrative Sommerstories. Heißt das, dass man nur für teures Geld über jemanden berichten darf, der sich selbst ins Zentrum des öffentlichen Interesses stellt?"

Das Ende der Schonzeit? - derStandard.at
Nun bin ich mal gespannt, ob Frau Kampusch tatsächlich die "Bild"-Zeitung verklagen wird. Ich denke eher nicht. Denn wie der Zufall es will, soll es sich bei dem jungen Mann ausgerechnet um den Sohn ihres Anwalts und "Beraters" Gabriel Lansky handeln. Wer da schon wieder an eine geschickt eingeleitete PR-Kampagne denkt, ist natürlich ein schlechter Mensch, der der armen vom Schicksal so gebeutelten Natascha und vor allem ihren aufopferungsvollen "Beratern" nicht mal die nächsten Millionen gönnt.

Gruß Ben

So gut tut ihr die Liebe - Bild.T-Online.de

Natascha is back - DiePresse.com
 
Antwort

  Skats > Interessant & Kontrovers > Das Leben

Stichworte
amstetten, fritzl, kampusch, natascha, natascha trifft, nataschas welt, niki lauda, stephanie

Themen-Optionen



Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 22:05 Uhr.


Powered by vBulletin, Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.
Online seit 23.1.2001 um 14:23 Uhr

Die hier aufgeführten Warenzeichen und Markennamen sind Eigentum des jeweiligen Herstellers.